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Gebriele Münter

Gabriele Münter

Gabriele Münter ist eine der wenigen Frauen in der Geschichte der Kunst, die es geschafft hat, dass ihre Arbeiten Anerkennung fanden. Sie wurde am 18. Februar 1877 in Berlin geboren und starb am 19. Mai 1962 in Murnau am Staffelsee. Sie gilt neben Paula Modersohn-Becker als eine der großen expressionistischen Malerinnen.

Ihr Talent zeigte sich schon sehr früh in der Schule und so begann sie eine Kunstausbildung, die sie dann aber wieder abbrach, als die Mutter starb. Auf ihren nachfolgenden Reisen fotografierte sie viel, die Grundlage für ihre spätere Arbeit als Malerin.

Wieder in München ließ sie sich als Malerin ausbilden und traf dabei auf ihren Lehrer, später dann Geliebten, Wassily Kandinsky. Sie selbst hatte längst ihren eigenen „nachimpressionistischen“ Stil entwickelt. Neben Ölgemälden entstanden auch zahlreiche Holz- und Linolschnitte sowie grafische Arbeiten.

Sie wurde zusammen mit Kandinsky, dessen Arbeiten zunehmend abstrakt wurden, Mitglied der Malervereinigung „Der blaue Reiter“. Nach Ausbruch des ersten Weltkriegs flüchtete sie in die Schweiz, Kandinsky ging nach Russland zurück, wo er später heiratete und keinen Kontakt mehr mit Gabriele Münter hatte. Trotzdem ist es ihr zu verdanken, dass seine Werke als „entartete Kunst“ die Nazizeit überdauert haben.

Gabriele Münter lebte und arbeitete anschließend in Berlin, erhielt dann aber von den Nazis ein Ausstellungsverbot, was sie zu einem Rückzug ins Privatleben zwang. In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg wurden ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen geehrt wie zum Beispiel auf der Documenta.

Zu ihrem 80. Geburtstag schenkte sie der Stadt München ihre einzigartige Sammlung mit Bildern des Blauen Reiters, speziell auch Kandinskys sowie zahlreiche eigene Werke.