Franz Marc
Franz Marc
Franz Marc, der beste Freund von August Macke und Mitbegründer der berühmten Künstlergruppe „Der blaue Reiter“ wurde am 8. Februar 1880 in München geboren und starb – wie August Macke – im zweiten Weltkrieg, jedoch etwas später am 4. März 1916 bei Verdun in Frankreich.
Er entschied erst mit 20 Jahren, Maler zu werden und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters, der Kunstmaler war. Inspiriert zu diesem Entschluss hat ihn der Kontakt mit Pferden während seines Militärdienstes. Diese Begegnung war wohl so nachhaltig, dass Pferde immer wieder seine Motive bestritten wie „Der Turm der blauen Pferde“ und viele andere. Er studierte daraufhin Malerei an der Kunstakademie in München.
Er gründete zusammen mit August Macke und Wassily Kandinsky die Künstlergruppe „ Der blaue Reiter“, deren Gemeinschaftsausstellung in Berlin nach Jahren erfolgloser Ausstellungen und finanzieller Einbrüche endlich erfolgreich war. Obwohl sie in ihrer Zeit mit ihrem teilweise bis in Abstrakte gehenden Stil weitgehend abgelehnt wurden, waren ihre Arbeiten wegbereitend für die gesamte moderne Kunst des 20. Jahrhunderts.
Franz Marc war ein Maler der Tiere, die für ihn die Natur an sich und die Schöpfung versinnbildlichen, was sich auch in der expressiven Farbgebung seiner Bilder ausdrücken soll. Die Farben hatten für ihn ebenfalls einen symbolischen Charakter, zum Beispiel stand Blau für ihn für das Männliche, gelb für das Weibliche und rot für die Materie an sich, was in seinen Bildern immer wieder zum Ausdruck kommt.
Die Begegnung mit van Gogh und Gauguin war für ihn eine tief greifende Erfahrung, die seine Kunst nachhaltig beeinflusste. Er versuchte nun in der Vereinfachung bis hin zur Abstraktion, das Wesen der Dinge er ergründen und darzustellen. Der neu aufkommende Impressionismus in seiner Farbigkeit wird für ihn zu einem starken Ausdrucksmittel.
Ein Teil seiner Werke ist leider dem Nazi-Wahn über „entartete Kunst“ zum Opfer gefallen und für immer verloren. Der verbleibende „Rest“ ist ein Meilenstein der modernen Kunst.